Bewegungsjagd

Der Begriff „Bewegungsjagd“ umfasst grundsätzlich alle Jagdarten, bei

denen mehre- re Schützen, Treiber und/oder Hunde gemeinsam jagen.



„Bewegungsjagd“ schließt damit grundsätzlich auch die „klassischen“

Treibjagden auf Niederwild im Feld ein; in der einschlägigen Literatur

wird der Begriff allerdings fast ausschließlich für Jagden auf

Schalenwild (Rot-, Reh- und Schwarzwild) sowie Füchse im Wald oder in

landwirtschaftlichen Kulturen (Maisschläge) verwendet. Auch die

„Empfehlungen zur Bewegungsjagd“ beschränken sich auf diese Bereiche und

klammern die Feldjagden auf Niederwild aus.


Im Grunde genommen handelt es sich bei der Bewegungsjagd um die

Fortentwick- lung der traditionellen Stöber- und Riegeljagden auf großer

Fläche.



Bei Bewegungsjagden (im Wald) wird Wild unter Einsatz von Treibern

und/oder Hun- den in Bewegung gebracht und Jägern auf i. d. R. festen

Ständen zugetrieben. Im Wald umfasst die Bewegungsjagd verschiedene

Jagdarten wie Gemeinschaftsansit- ze mit Anrühren des Wildes durch

(wenige) Treiber und/oder Hunde, Riegeljagd (Ab- stellen von

Zwangswechseln in entsprechendem Gelände), Drückjagd (wenige Trei- ber,

weiträumiges Abstellen von Schützen an Wechseln) oder die Stöberjagd mit

Hunden. Eine Sonderform stellt das „Kreisen“ von Schwarzwild dar, bei

der einzelne Einstände gezielt mit Schützen umstellt und mit Treibern

und/oder Hunden durchge- drückt werden.



Bei der Bewegungsjagd in landwirtschaftlichen Kulturen werden (große)

Schläge umstellt und versucht, das Wild (v.a. Schwarzwild) mit Treibern

und Hunden heraus zu treiben und zu erlegen.