Eignung



Eignung der Teilnehmer und Einüben der Jagdart Schützen

Die Schützen müssen über die erforderlichen Kenntnisse für ein schnelles und sicheres Ansprechen von Wild verfügen sowie eine den speziellen Verhältnis- sen gerecht werdende Schiessfertigkeit besitzen. Die Schießfertigkeit – insbesondere das freihändige Schießen mit der Kugel auf stehende oder bewegliche Ziele - sollte regelmäßig trainiert werden. Der Landesjagdverband empfiehlt, von den Jagdteilnehmern einen Nachweis des Schießtrainings zu verlangen. Da die DJV-Schießnadeln „Allgemein“ oder „Büchse“ zum einen nicht zwingend ein Schießen auf bewegliche Ziele vorschreiben, zum anderen dabei nicht zwingend bewegungsjagdtaugliche Kaliber verwendet werden

müssen, schlägt der LJV einen speziellen Schießnachweis vor: • Fünf Schuss auf den laufenden Keiler und fünf Schuss stehend freihändig auf eine Rehbock- oder Überläuferscheibe in 50 m Entfernung.

Die Anforderungen sind erfüllt, wenn in beiden Disziplinen mindestens zwei Treffer und insgesamt mindestens fünf Treffer erzielt worden sind. Die Wertung der Treffer erfolgt analog zur Jägerprüfungsordnung.

Die Disziplinen können beliebig wiederholt werden. Die erfolgreiche Ableistung des Schießnachweises wird in einer Schieß- karte dokumentiert und/oder über eine Jahresnadel „Bewegungsschie- ßen“. Es wird empfohlen das Schießtraining mit derselben Kleidung und Ausrüstung zu absolvieren, die auch im Jagdbetrieb zum Einsatz kommen.


Heranführen von unerfahrenen Jägern an die Jagdart

Jungjäger, aber auch Jagdscheininhaber, die selten an Bewegungsjagden teilnehmen (können), verfügen oft nicht über die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen. Dies erhöht ggf. die Unfallgefahr, führt zu vermehrten Nachsuchen oder Fehlab- schüssen oder mindert den Jagderfolg. Kenntnisse und Erfahrungen können am besten bei der praktischen Jagdausübung vermittelt werden, dennoch sind auch praxisnahe „theoretische“ Vorbereitungen möglich: In der jagdlichen Ausbildung sind für die Jagdart Bewegungsjagd die wichtigen Aspekte zu behandeln – eine Teilnahme an einer oder mehreren Jagden als Treiber oder Beobachter auf geeigneten Schützenständen wäre sehr wünschenswert.

„Anfänger“ sind auf Ständen zu platzieren, die übersichtlich sind, die ein siche- res Ansprechen und eine sichere Schussabgabe ermöglichen. Erfahrene Jäger sollten ggf. bereits sein, Jagdscheinanwärter oder Jungjäger mit auf den Stand zu nehmen. Bewegungsjagdsituationen sollten durch Übungsschießen im Schießkino trainiert werdenJäger, die an Bewegungsjagden teilnehmen, mit dort vorkommenden und freigegebenen Wildarten aber keine oder wenig Erfahrung haben, können sich z.B. über Lehrbücher, Filme oder den Besuch von Wildgehegen („Ansprech- übungen“ mit erfahrenem Jäger) mit den Wildarten und dem Ansprechen vertraut machen. Auch in Schießkinos lässt sich eine grobe Ansprache nach Alter und Geschlecht üben.


Treiber

Personen, die körperlich nicht in der Lage sind, sich mehrere Stunden mühelos auch in unwegsamem Gelände fortzubewegen, sollten als Treiber ausgeschlossen bleiben. Gasttreiber, die ohne Ortskenntnis mitwirken, stellen ein

zusätzliches Sicher- heitsrisiko dar und können den Jagderfolg negativ beeinträchtigen. Deshalb muss in jeder Treibergruppe ein Ortskundiger mitwirken. Kinder unter 14 Jahren sollen als Treiber nur in Begleitung einer

erwachsenen Aufsichtsperson teilnehmen. Jugendliche ab 14 Jahren können je nach Reife und Eignung auch alleine an der Bewegungsjagd als Treiber teilnehmen. In beiden Fällen ist aber das vorherige (schriftliche) Einverständnis der Eltern er- forderlich, falls diese nicht anwesend sind.


Durchgehschützen

Der Landesjagdverband lehnt den Einsatz von Durchgehschützen bei Bewe- gungsjagden aus Sicherheitsgründen ab. Einzelne, vom Jagdleiter bestimmte Hundeführer sind berechtigt, im Treiben Langwaffen entsprechend der Vorschriften der UVV § 4 Nr. 11 (unterladene Schusswaffen) mitzuführen und ggf. Fangschüsse auf kurze Distanz und bei vorhandenem Kugelfang abzugeben.