Jagdliches Brauchtum



Grundsätzliches

Jagdliches Brauchtum muss fester Bestandteil bei Bewegungsjagden bleiben. Brauchtum ist allerdings nichts Starres, sondern muss sich aufgrund neuer Erkenntnisse oder geänderter rechtlicher Anforderungen weiterentwickeln.

Der Landesjagdverband sieht es nicht als Stilbruch in der Brauchtumspflege an, dass mit Rücksicht auf wildbrethygienische Anforderungen, aufgrund von Sicherheitsaspekten oder zur Informationsklarheit von tradierten Gepflogen- heiten abgewichen wird. Dazu gehören z.B.

  • Aufbrechen von Wild mit Schutzhandschuhen
  • Verzicht, bereits versorgtes und gekühltes Wild auf die Strecke zu legen
  • Markierung des Anschusses nicht mit traditionellem Bruch, sondern mit Farbband oder Papiertaschentuch
  • Verzicht auf Mitführen der Waffen beim Sammeln und Streckelegen (wenn dies aus waffenrechtlicher Sicht möglich ist)


Einsatz von Jagdhörnern

Der Einsatz von Jagdhörnern vor (Begrüßung) und nach der Jagd (Strecke legen) sollte fester Bestandteil jeder Bewegungsjagd sein. Der Einsatz vor der Jagd (Begrüßung) muss sich an den jeweiligen

Revierverhältnissen orientie- ren (Vergrämung von Wild durch Jagdsignale). Während der Jagd kann über Hornsignale Einsatz Beginn und Ende der Jagd signalisiert werden, bei großen Jagden ist es sinnvoll, nach der

Uhr zu jagen. In Notfällen (z.B. Unfälle) haben sich heute Mobiltelefone oder Funkgeräte als Kommunikationsmittel bewährt. Strecke legen vgl. Abschnitt Wildbrethygiene Nr. 10.8