Jagdstörungen

Jagdgegner

Gezielte Störungen der Jagd stellen Ordnungswidrigkeiten dar. Sie

begründen auch einen Unterlassungsanspruch, der gegenüber bekannten

Personen auch im Vorfeld einer Jagd gerichtlich geltend gemacht werden

kann.

Sind Jagdstörungen zu erwarten, empfiehlt der Landesjagdverband, die

Jagd und die Möglichkeit der Jagdstörung dem zuständigen Polizeirevier

vorab mit- zuteilen. Im Ernstfall ist die Polizei dann über die sich

alleine ihr stellenden Aufgaben informiert.

Jagdstörungen sind zu dokumentieren. Fotos und die Notiz von Kfz-

Kennzeichen sind zu empfehlen. In keinem Fall sollte die Dokumentation

oder die Ermittlung mit mitgeführten Jagdwaffen und/oder ohne Zeugen

erfolgen!

Jäger dürfen sich in keinem Fall von Jagdstörern provozieren und zu

unüber- legten Handlungen hinreißen lassen (z.B. Bedrohung mit der

Waffe…).


Grundstückbewirtschaftung und Freizeitaktivitäten

Im Rahmen ordnungsgemäßer Grundstücksbewirtschaftung (land- und

forstwirt- schaftliche Arbeiten) und von Freizeitaktivitäten (im

gesetzlichen Rahmen) ausge- hende Beeinträchtigungen hat der

Jagdausübungsberechtigte grundsätzlich hinzu- nehmen.

Einen (gerichtlich durchsetzbaren) Unterlassungsanspruch hat er nur

dann, wenn er nachweisen kann, dass die Aktivitäten ausschließlich mit

dem Ziel der Beeinträchti- gung der Jagd auf diesen Termin gelegt

wurden.

Revierinhaber sollten vor und während einer Bewegungsjagd

Grundstückei- gentümer und Erholungssuchende in geeigneter Weise auf den

Jagdbetrieb

hinweisen (Hinweisschilder…). Bei einer

Veröffentlichung in Gemeindeorga- nen oder in der Tagespresse ist zu

berücksichtigen, dass dadurch evtl. Jagd- störer gezielt auf die Jagd

aufmerksam gemacht werden.