Sicherheit



Bewegungsjagd und Sicherheit

Die „Hinweise zur Berücksichtigung der Verkehrssicherheit bei Gesellschaftsjagden und Nachsuchen auf Schalenwild“ des Landesjagdverbandes sind Bestandteil dieser Empfehlungen und sollten unbedingt beachtet werden.


Sicherheit von Jagdeinrichtungen

Es wird empfohlen, im Interesse der Sicherheit und für eine bessere Treffer- ausbeute Schützen nur auf jagdlichen Einrichtungen abzustellen, die für diese Jagdart geeignet sind. Nicht alle für die Ansitzjagd errichteten Einrichtungen sind für die Bewegungsjagd geeignet sind (z.B. ist in Kanzeln kein freies Mit- schwingen der Waffe möglich). Als Ansitzeinrichtung sind deshalb nach allen Seiten offene Drückjagdstände zu empfehlen, die dem Schützen nach allen Seiten Bewegungsmöglichkeiten bieten. Jagdeinrichtungen für Bewegungsjagden müssen so gebaut sein, dass ein si- cherer Schuss stehend freihändig auf flüchtiges Wild abgegeben werden kann.

Je nach Gelände (z.B. in Klingen mit Gegenhang als Kugelfang) können auch Erdsitze geeignete Einrichtungen bei der Bewegungsjagd sein.


Information zu den Ständen

Bei gemeinsamen, revierübergreifenden Bewegungsjagden sind zeitliche Absprachen (Jagdbeginn, Jagdende) und die Lage der benachbarten Stände zwischen den Jagdnachbarn abzusprechen. In gleicher Weise ist eine

umfassende Information der teilnehmenden Schützen wichtig. Vom Drückjagdstand aus gut sichtbar sollten solche Bereiche deutlich farb- lich markiert werden, in die keinesfalls geschossen werden darf.

Der Ans- teller sollte den jeweiligen Schützen zum Stand begleiten und ihn dort ein- weisen, insbesondere genau erklären, wo sich Standnachbarn befinden und wo sich Bereiche befinden, in deren Richtung nicht

geschossen wer- den darf. Ggf. soll er ihn nach Beendigung der Jagd wieder vom Stand ab- holen.


Warnkleidung

Im Interesse der Sicherheit aller Jagdteilnehmer haben Schützen und Treiber farblich deutlich erkennbare Warnkleidung zu tragen. Für Schützen sollte das Tragen von Warnwesten oder warn-orangefarbenen

Überziehjacken (mit oder ohne Flecktarnung), ergänzend Hutband oder Kopfbedeckung in Warnfarbe zur Standardausrüstung gehören. Bedenken von Jägern hinsichtlich einer besseren Wahrnehmung durch das Wild bei Tragen

von Warnkleidung sind insoweit hinfällig, als Schalenwild die Farben rot, gelb und orange nicht als solche wahrnimmt.


Hunde

Hunde, die sich am Treiben beteiligen, müssen mit Signalhalsbändern und/oder Signalwesten ausgerüstet sein.


Erste Hilfe

Vor der Jagd sollte sichergestellt sein, dass im Notfall ein Arzt und ein Tierarzt rasch verfügbar sind (Bekanntgabe der Telefon-Nummern an die Jagdteil- nehmer). Die Jagdleitung muss Erst-Hilfe-Material bereithalten. Im Rahmen der Vorbereitung von Bewegungsjagden sollten für den Notfall Treffpunkte mit Rettungskräften eingeplant werden.