Waffen



Waffen

Für eine Bewegungsjagd sind grundsätzlich alle Waffen geeignet, die die gesetzlichen Vorgaben (§ 19 BJagdG – Energie) für die Jagd auf Schalenwild erfüllen, die präzise und sicher schießen, die ein Schießen auf bewegliche Ziele ermöglichen und mit denen die Schützen gut und sicher umgehen können. Demgegenüber sind Waffen, die gestochen geschossen werden müssen aus Sicher- heitsgründen bedenklich. Über den Erfolg und das Trefferergebnis entscheidet letztendlich der Schütze. Selbstladebüchsen (Halbautomaten): Die Waffen sind zur Jagd nur zugelassen, wenn sich nicht mehr als 2 Patronen im Magazin und 1 Patrone im Patronenlager befinden. Bedauerlicherweise führen Selbstüberschätzung und mangelnde Selbstdisziplin beim Einsatz von Selbstladebüchsen immer wieder zu negativen Ergebnissen. Deshalb stellt der Einsatz dieses Waffensystems einen hohen Anspruch an die Eig- nung und den Übungsstand des Schützen. Falls ein Jagdleiter erkennt, dass ein Jäger bei der Bewegungsjagd ein 5-oder 10-Schuss-Magazin einsetzt, muss er entsprechend einschreiten! Kipplaufwaffen Insbesondere Drillinge werden häufig bei Bewegungsjagden geführt. Es wird darauf hingewiesen, dass kombinierte Waffen, deren Abzug mit Stecher be- tätigt werden muss, für diese Jagdart nur eingeschränkt tauglich sind. Zudem besteht die Gefahr des Verwechselns von Abzügen.


Munition

Die Munitionswahl richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben für die Bejagung von Schalenwild und nach der Erfahrung des Schützen hinsichtlich der Wirkung der Mu- nition (Stoppwirkung, Ausschuss, Wildbretzerstörung…).

Auf die Nennung geeigneter Fabrikate, Kaliber und Laborierungen wird ver- zichtet. Es wird jedoch empfohlen, Kaliber mit einem Geschossdurchmesser von mindestens 7 mm und einem Geschossgewicht von über 11 g zu verwen- den. Die Waffe muss auf diese Munition eingeschossen sein. Von der Verwendung von Flintenlaufgeschossen ist dringend abzuraten -- Sie stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, da sie sich nicht oder

nur unwesentlich zerlegen (Querschläger bei Knochentreffern oder anderen harten Gegenständen) -- Sie haben einen eingeschränkten Anwendungs- und Wirkungsbereich (Reichweite) und dadurch oft mangelnde Präzision

-- Der Einsatz ist auch unter Tierschutzaspekten fraglich (Ausschuss – Nach- suche)


Optik

(Zieloptik, Ferngläser) Geeignet sind alle Visiereinrichtungen, die eine sichere Schussabgabe – bei Schwarzwild auch auf flüchtiges Wild – zulassen: --offene Visierung, wenn die Waffe darauf eingeschossen ist, --(variable) Zielfernrohre mit möglichst großem Sehfeld bei kleinster Vergrößerung, --geeignete Absehen. Ein Fernglas ist bei Drückjagden auf Schwarzwild oft nicht erforderlich, weil die Zeit zum Ansprechen über das Fernglas zu kurz

ist. Für eine schnelle Schussabgabe sollten Schützen in der Lage sein, ggf. über die Zieloptik anzusprechen. Falls sie dies nicht können, ist auf eine Schussabgabe zu verzichten. Bei der Bejagung von anderem Schalenwild kann der Einsatz eines Fernglases da- gegen für ein sicheres Ansprechen hilfreich sein.